Die Geschichte des Münster Skateboarding e.V.

Über fehlende Skatespots und kreative Lösungen

Eine Stimme für Skateboarding in Münster

Skateboarding ist seit vielen Jahren fester Bestandteil des urbanen Lebens in Münster. Gleichzeitig fehlten lange Zeit verlässliche Strukturen, die Skateboarding gegenüber Verwaltung, Politik und Öffentlichkeit vertreten. Einzelne Projekte, Initiativen und Orte entstanden immer wieder – verschwanden aber ebenso schnell.
Aus dem Wunsch heraus, diese Situation nachhaltig zu verändern, wurde der Münster Skateboarding e.V. gegründet. Ziel war und ist es, Skateboarding in Münster sichtbar, verhandelbar und gestaltbar zu machen – als Sport, als Kulturform und als Teil des städtischen Lebens.

Der Verein als Struktur – nicht als Szene-Ort

Der Münster Skateboarding e.V. entstand nicht aus einem einzelnen Spot oder Projekt, sondern als bewusste Entscheidung für eine organisierte Interessenvertretung. Der Verein versteht sich als Sprachrohr der Skateboard-Szene und als Schnittstelle zu Verwaltungsinstanzen, Politik und anderen Akteur:innen der Stadt.
Dabei geht es nicht um die Durchsetzung einzelner Interessen, sondern um die Verbesserung der Bedingungen für alle, die in Münster skateboarden – heute und in Zukunft.

DIY-Kultur als Teil der Szene

Münster hat eine starke DIY-Kultur. Über viele Jahre haben Skater:innen durch Eigeninitiative Orte geschaffen, an denen Skateboarding möglich war. Diese Projekte haben gezeigt, wie groß das Engagement, die Kreativität und der Gemeinschaftssinn innerhalb der Szene sind.
Der Verein hat solche Initiativen stets unterstützt und begleitet – nicht als Selbstzweck, sondern als Ausdruck einer lebendigen Skateboard-Kultur. Gleichzeitig wurde immer deutlich, dass DIY-Projekte allein keine langfristige Lösung für die strukturellen Herausforderungen von Skateboarding in Münster sein können.

Engagement über Orte hinaus

Die Arbeit des Münster Skateboarding e.V. geht weit über einzelne Flächen oder Bauprojekte hinaus. Der Verein setzt sich für Teilhabe, Zugänglichkeit und Sichtbarkeit von Skateboarding ein und schafft Angebote, die Menschen zusammenbringen.
Dazu zählen unter anderem:

  • Skate-Workshops
  • FLINTA*-Sessions
  • offene Sessions und Veranstaltungen

Diese Arbeit stärkt nicht nur Skateboarding selbst, sondern auch das soziale Miteinander in der Stadt.

Von Eigeninitiative zu langfristigen Perspektiven

Ein wichtiger Schritt war die Realisierung der Skate-Skulptur am Hafenplatz. Das Projekt zeigte, dass es möglich ist, Skate-Orte aus der Szene heraus zu entwickeln, die sowohl den eigenen Ansprüchen als auch professionellen und städtischen Anforderungen gerecht werden.
Solche Projekte versteht der Verein als Modell für zukünftige Entwicklungen: Skateboarding wird nicht nur geduldet, sondern aktiv mitgedacht und gestaltet.

Blick nach vorn

Langfristiges Ziel des Münster Skateboarding e.V. ist es, dauerhafte und selbstbestimmte Räume für Skateboarding in Münster zu schaffen. Dazu gehört auch die inzwischen gepachtete Vereinsfläche am Haverkamp, auf der ein Skatepark nach eigenen Vorstellungen entstehen soll.

Der Verein bleibt damit, was er von Anfang an sein wollte:
eine stabile Struktur, eine gemeinsame Stimme – und ein Werkzeug, um Skateboarding in Münster nachhaltig zu verbessern.